1. Arbeit dehnt sich in genau dem Mass aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
2. Menschen neigen dazu, triviale Details unverhältnismäßige Aufmerksamkeit zu schenken und dabei relevante Aspekte zu vernachlässigen.

Obwohl beide Behauptungen keine streng wissenschaftliche Überprüfung bestehen, belegen zahlreiche Studien, dass Aufgaben tatsächlich länger dauern, wenn dafür mehr Zeit eingeplant ist, als eigentlich benötigt wird. Dies liegt daran, dass wir eine einmal angesetzte Dauer meist vollständig ausschöpfen und dann lieber gründlicher vorgehen, als wir es unter engeren Zeitvorgaben tun würden.

Ausserdem existiert bei vielen Menschen die Neigung, bestimmten Details mehr Aufmerksamkeit zu schenken als anderen. Dies kann an persönlichen Gründen oder einer gewissen Form von Exzentrik liegen, die wir dadurch zum Ausdruck bringen möchten. Eventuell sind wir auch der Auffassung, dass die Durchführung auf diese eine persönliche, individuelle Note erhält oder dass gewissen Aspekten schlicht mehr Bedeutung zukommt, als es die Allgemeinheit annimmt.

Und wer hat eine solche Erfahrung nicht schon in seinem Berufsleben gemacht – ein Meeting, in dem stundenlang diskutiert wird, welche Icon-Variante die passendste ist, während zentrale Fragen zur Informationsarchitektur offenbleiben und wichtige Benutzeranforderungen gar nicht untersucht werden – mit der Begründung, man habe nicht genug Zeit?

Einfluss auf die User Experience

gering

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